Abschlussreflexion

In dieser Abschlussreflexion möchte ich den Bogen schließen der in meinem About aufgespannt wurde.

Ich hatte mir vorgenommen durch die Belegung des Studium Generale Moduls über den “Tellerrand” hinaus zu schauen und mich auf dem Gebiet Web 2.0 und die Gesellschaft weiterzubilden. Dies ist mir sehr gut gelungen. Mit dem Besuchen der vielfältig und multimedialen Vorlesung ist es gelungen einen sehr guten Überblick über die Themen zu erhalten. Durch vereinzelte kleine Aufgaben konnte das Web 2.0 entdeckt und erfoscht werden. So wurden erste Twitter oder Facebook Recherchen gemacht, um Onlineidentitäten zu ermitteln und festzustellen. Weiterhin fiel auf, wie oft das Web 2.0 bereits Teil der Gesellschaft ist ohne darauf aufmerksam zu werden. Ebenso wurden Themen erörtert, die erst durch das Web 2.0 hervorkamen. So ist zum Beispiel auch zukünftig die Debatte über Nutzungsrechte und Urheberrechte sehr spannend.

Mit der Erstellung eines E-Portfolios ist zu Anfang bereits der erste Schritt eine neue Erfahrung gewesen. Und nach einem Semester kann ich auf ein Portfolio blicken, welches gut gefüllt mit den Gruppenausarbeitungen, in Form von Präsentation und Text, ist. Weiterhin war es mir besonders wichtig neben den ersten eigenen Erfahrungen auch positive und negative Seiten des Web 2.0 zu erfahren. Zugegebener Maßen bin ich aufgrund eigener Inaktivität auf Facebook, Twitter oder ähnlichem sehr voreingenommen aber die Vorlesung war meiner Meinung mehr auf die positiven Aspekte gerichtet. Nur selten wurden Risiken näher beleuchtet. Allerdings wurde mir bei den vielen Möglichkeiten klar, dass das Internet mehr als nur “liken” ist. Viele Ideen des Web 2.0, besonders die Wikis, sind interessant für neue Entwicklungen und bringen die Gesellschaft auf ein neues Level. Es entstehen neue Communities und die Inhalte sind für die Öffentlichkeit freigegeben. Das bringt eine Vielzahl an Möglichkeiten sich zu engagieren und zu informieren. Inhaltlich wurde ein breites Spekturm an Themen vermittelt aber ich wünschte der Sport wäre auch ein Teil gewesen. Mittels der drei Reflexionen zu den für mich spannendsten Themen habe ich meine eigene Meinung gut vermitteln könne, so wie es das Web 2.0 “will”.

Abschließend blicke ich auf ein sehr interessantes Semester im Kurs Web 2.0 und die Gesellschaft und freue mich darauf Teil des veröffentlichten Buchs zu sein. Aber ich bleibe auch weiterhin dabei mich nicht bei Facebook anzumelden, Ob nun bedingt “the last one standing” zu sein oder anders begründet, ich weiß es nicht genau.

Schriftliche Ausarbeitung Digital City: Web 2.0 in Berlin

Digital City: Web 2.0 in Berlin
am Beispiel der Berlin City App

Janin Wascinski, Stephan Mnich, Marcel Tzschoppe

Unser Fallbeispiel

Wie wird das Leben in der Großstadt beeinflusst von Web 2.0? Exemplarisch wurde das Fallbeispiel „Berlin City App“ gewählt, das nachfolgend vorgestellt wird und anschließend bezüglich Diversity und Divide untersucht wird.

Die Berlin City App ist eine kostenlose Applikation für jedermann. Seit 2006 besteht das Konzept auf einer gesammelten Seite verschiedene Angebote einer Stadt aufzulisten. Daran sind mehrere Großstädte beteiligt, unter anderem Berlin. Die App wurde im letzten Jahr von der Wall AG überarbeitet und soll jetzt als persönlicher Stadtführer dienen. Die App funktioniert teilweise auch offline und kann kostenlos runtergeladen werden und ist damit attraktiv für viele Touristen.

Die App bietet ein vielfältiges Angebot, dass unterteilt ist in verschiedene Kategorien. In der Startkategorie wählt man die Stadt aus, in der man das Angebot nutzen möchte. In der Kategorie Umgebung lassen sich Lokalitäten aus dem näheren Umkreis anzeigen. Dabei wird nicht unterschieden zwischen Bars, Kneipen, Clubs, Cafés oder Kinos. Hier wird alles aufgelistet, das gerade in meiner Nähe ist. Daran kann im Anschluss die Entscheidung gefällt werden, ob es ins Kino oder in die Bar gehen soll. In der Kategorie Stadt findet man die gleichen Lokalitäten. Diese sind hier aber nicht nach der Entfernung sondern auf die Unterkategorien Bars und Kneipen, Attraktionen, Architektur, Shopping, Hotel und Touren aufgeteilt. Unter Aktuelles findet man stets News zu sämtlichen Events oder Großereignissen. Ein weiterer wichtiger Teil der App ist das Angebot an Touren. Diese sind für verschiedene Geschmäcker ausgelegt und betreffen die Themen Kultur, Architektur und Freizeit. Neben den Hauptsehenswürdigkeiten sind hier ebenfalls abgelegene Orte eingetragen, sowie spezifische Interessen und Lifestyles abgedeckt. [3]

Was macht die App so einzigartig in Berlin und wie wird damit das Leben in der Großstadt durch das Web 2.0 beeinflusst? Die große Neuerung der App besteht darin, dass es möglich ist jedes eingetragene Angebot mit anderen Nutzern zu teilen. Durch die Anbindung an Facebook können die spontanen Umgebungstipps sofort an Freunde weitergereicht werden. Somit entsteht eine Grundlage zur gemeinsamen Planung für ein spontanes Erlebnis. Weiterhin bietet die App die Informationen, die bei einer Planung häufig von Interesse sind. Aufgelistet sind die Adressen, Bilder, Preise und häufig eine Kurzbeschreibung. Ebenfalls sehr nützlich ist die direkte Anbindung an Google Maps. [3]

2   Diversität und Spaltung

Ein klares Argument für die Diversität durch die App ist gewährleistet durch den Fakt, dass sich sämtliche Lokalitäten, Events oder Touren teilen lassen. Mit der Verknüpfung zu Facebook kann man gemeinsam einen Abend planen und dabei auf das Angebot der App zurückgreifen.

Die Berlin City App ist eine Einrichtung, die mit ihrer Vielfalt in verschiedenen Großstädten Deutschlands vertreten ist. Neben der für Berlin gibt es die gleiche App auch für weitere Großstädte. Darunter sind Hamburg oder München aber nicht vertreten und so kommt es zu einer Ungleichheit bei den Benutzergruppen.

Allerdings soll die App nicht nur ortskundige Menschen ansprechen, sondern kann auch sehr gut von Touristen verwendet werden. Diese werden genau wie viele Junge Leute ihren Abend über die App planen sich freuen über interessante Tipps in ihrer Umgebung. Das führt eindeutig zu einer höheren Vielseitigkeit. Dabei wird ein kulturelles Zusammentreffen unterstützt und gefördert. Den Touristen können die Städte auf eine neue, moderne Art und Weise nahegebracht werden. Die Touren und sämtliche andere Angebote bieten ein vielfältiges Angebot, dass von Restaurants und Bars bis hin zu örtlichen Events nichts auslässt. Dabei ist die App besonders für junge Menschen attraktiv, da die Vertrautheit mit dem Web 2.0 bereits größer ist als in anderen Bevölkerungsschichten. Für alle sportinteressierten sind ebenfalls große Sportevents eingetragen. So kann man den zahlreich vertretenen Sportvereinen der Stadt zuschauen, wenn ein bedeutendes Spiel ansteht. Die bereits angesprochenen Touren sind ebenfalls sehr vielfältig und stoßen dabei auf eine große Facette an Interessen. Die Vielseitigkeit der Angebote reicht von der normalen Tour zu bekannten Sehenswürdigkeiten, der städtischen Kultur und bekannten und unbekannten Shoppingadressen bis hin zur außergewöhnlichen „Hipster-Tour“ oder der „Auf die harte Tour“. [2]

Durch den erst angetriebenen Aufschwung der App ist es verständlich, dass manche deutsche Großstädte noch nicht vertreten sind. Der Bekanntheitsgrad der App steigt ebenfalls noch und wird noch durch Werbemaßnahmen vergrößert. Dennoch ist es ein Punkt der zur Spaltung führt, dass die App noch so unbekannt ist. Durch eigene Unerfahrenheit begründet ist es unvorstellbar, dass Touristen die App benutzen werden, wenn der gemeine Berliner die App noch gar nicht kennt. Zur Spaltung trägt außerdem der Fakt bei, dass das Angebot ausbaufähig ist [1]. In Berlin besteht vor allem ein Nachholbedarf an Angeboten in den Randbezirken. Das Angebot ist stark begrenzt auf die Bezirke Mitte und alle zentralen Anlaufpunkte, die sicher für Touristen sehr interessant sind aber nicht den Gesamteindruck der Stadt vermitteln. Damit sind natürlich die bekannten Sehenswürdigkeiten, die im Angebot auftauchen, sowie den eher teuer angesiedelten Restaurants und Bars von Mitte. Dabei werden die meisten neuen Szenebezirke außenvorgelassen.

Literatur

1.AndroidPit (2013): http://www.androidpit.de/de/android/tests/test/395153/bluespot-City-Info-Was-geht-ab-in-Deiner-Stadt; Stand: 04.02.2013
2.Blue Spot (2013): http://www.bluespot.de/de/Berlin/home; Stand: 04.02.2013
3.Wall AG (2012): http://www.wall.de/de/innovations/bluespot_city_info; Stand: 04.02.2013

Schriftliche Ausarbeitung zu Digital Diviersity und Divide

Politische Kommunikation im Wandel
am Beispiel von Piratenpartei und CDU

Janin Wascinski, Stephan Mnich, Marcel Tzschoppe

Unser Fallbeispiel

Betrachtung der beiden Parteien im Zusammenhang mit dem Thema der politischen Kommunikation. Wie hat sich diese in den vergangen Jahren unter dem Einfluss des Web 2.0 verändert?

Eine aktuelle Zielsetzung jeder Partei ist es das Internet besser zu nutzen, um näher mit den Wähler zu interagieren. Die Potentiale des Web 2.0 sind sehr groß und die Herausforderung wird für die Parteien identisch sein. Die Möglichkeiten perfekt ausschöpfen, um dem Wähler und Bürger die Chance zu geben sich zu integrieren und die Politik besser zu verstehen.

Die Piratenpartei wurde im Internetzeitalter gegründet und ist damit eine sehr junge Partei. Die Partei ist verstärkt im Web 2.0 vertreten und nutzt die Printmedien weniger. Durch ihre ständige Web- und elektronische Medienpräsenz sind die Piraten und ihre Wähler immer „up to date“. Das parteieigene E-Magazin „Flaschenpost“ versorgt alle Interessierten stets mit aktuellen Informationen. Sämtliche Website-Inhalte sind von jedem Web 2.0-Nutzer kommentierbar und auch teilbar. Durch die Präsenz bei Web 2.0 Tools wie Twitter und Facebook können die Wähler 24 Stunden täglich kommentieren, postulieren, protegieren. Der Piratenpartei gelingt es somit die Nähe zum Wähler beizubehalten, was durch das Web 2.0 möglich geworden ist.

Die CDU existiert im Gegensatz zur Piratenpartei schon viel länger. An ihr wird der Wandel in der politischen Kommunikation viel deutlicher. Noch vor einem halben Jahrhundert haben sie ihre Wähler mit Flugblättern und öffentlichen Auftritten angesprochen. Mit der Entwicklung des Internets und der stärkeren Nutzung des Web 2.0 haben auch sie ihren Fokus neu justiert.

In diesem Zusammenhang besitzt jetzt jede Landesfraktion eine eigene Webseite. Dazu ist auch fast jeder Abgeordnete im Internet vertreten, beispielsweise durch eine eigene Webseite und ein Facebook- oder Twitterprofil. Weiterhin gibt es Webseiten von Arbeitskreisen und deren Ergebnissen. Auf verschiedensten Videoplattformen sind Inhalte wie Reden und Berichte vorhanden. Ein eigener CDU.tv Channel stellt Ausschnitte aus dem Parteialltag dar. Auf der Suche nach Informationsquellen der CDU im Internet sind starke Aktualitätsdefizite aufgefallen besonders auf Videoplattformen wie Vimeo.

Sämtliche Internetseiten und Profile auf social media services beweisen den Wandel der politischen Kommunikation. Es wird verstärkt auf die Internetgeneration eingegangen, die sich eher auf YouTube als in den TV-Nachrichten informiert. Der Knackpunkt für die Parteien ist dabei, dass die Themen-Agenda auf YouTube durch Nutzerverhalten und Metadaten entsteht [1]. Dabei ist es besonders wichtig öffentliche Fehltritte zu vermeiden. Die Folgen einer Falschaussage können zur Aufruhe im Internet führen und können die gesamte Wählerschaft verärgern. Sowohl die Piratenpartei als auch die CDU betreiben eine sehr vielseitige Öffentlichkeitsarbeit über das Web 2.0 bedienen sich aber auf unterschiedlicher Strategien. Die Piraten sind sehr mitteilungsbedürftig und versuchen omnipräsent zu sein, indem hauptsächlich Facebook, Twitter oder das eigene E-Magazin genutzt werden. Wohingegen die CDU einen großen Fokus auf Professionalität legt und diese Services nur peripher nutzt. Stattdessen sind viele Videobeiträge, Reden online zu finden.

Eine negative Randerscheinung des Web 2.0 ist das Sammeln und die Vertreibung von Daten. Derzeit sind keine Informationen bekannt über deren Relevanz in der politischen Kommunikation. Ebenso unbekannt ist das Maß indem Politiker Wähler gewinnen und die Wähler Politiker beeinflussen [2].

2   Diversität und Spaltung

Im Folgenden wird aus der Perspektive von Diversität und Spaltung die Nutzung des Web 2.0 bedingt durch den Wandel der politischen Kommunikation an den Fallbeispielen diskutiert.

Die Diversität ist ein Hauptmerkmal des Web 2.0 und ist auch in der politischen Kommunikation stark ausgeprägt. Es gibt eine starke Vernetzung von Wählern und eine hohe Interaktivität durch die Präsenz auf verschiedenen sozialen Plattformen und deren Verknüpfung. So können die Interessierten der Piratenpartei den Parteitag live im Internet verfolgen, über Facebook verbreiten und auf Twitter ihre Meinung dazu äußern. Das führt zu einer höheren Einbringung der eigenen Meinung des Bürgers und mehr Kommentaren und Anhaltspunkten für die Politiker. Die Wähler sind potentiell besser erreichbar und es lässt sich feststellen, dass durch die Anonymität im Internet eine geringere Hemmschwelle besteht, das zu einer größeren inhaltlichen Beteiligung der Wählerschaft führt [2].

Im Gegensatz dazu fehlt vermehrt die persönliche Diskussion zwischen den Delegierten, welche vermehrt auf die Wählerschaft eingeht und die parteiinterne, themenbezogene Diskussion vernachlässigt [2]. Damit einhergehend fehlt es durch die stärkere Nutzung des Web 2.0 an Außenwirkung in den klassischen Massenmedien, weil Bilder von Rednern und Delegierten fehlen [2]. Außerdem werden neue Zielgruppen erfasst und gleichzeitig alte vernachlässigt. Dies muss nicht automatisch die ältere Generation sein, sondern vielmehr die weniger Web 2.0-affinen Wähler [1].

Die größte Herausforderung der Politik die durch den Einsatz von Web 2.0 verstärkt wird sind die zunehmende Segmentierung, Fragmentierung und Polarisierung [1]. Damit ist die Ausdifferenzierung und Herausbildung von Nutzergruppen und die Isolierung dieser Nutzergruppen voneinander gemeint. Die Varianz von Nutzergruppen ist eher unproblematisch, wenn es weiterhin gemeinsame Referenzpunkte gibt. Kommt es allerdings zur Polarisation entstehen sogenannte interessenspezifische Resonanzräume [1]. Hier besteht die Gefahr, dass der Nutzer für sich ungewünschte Informationen ausblendet und damit seine eigene Meinung bildet und die komplette Wahrheit verfälscht.

Dennoch ist die Anzahl an inhaltlich online aktiven Personen ungewöhnlich gering, da die Mehrzahl nur liest und nicht schreibt. Aber trotzdem lässt sich zeigen, dass sich die politische Einstellung der Befragten durch die Online-Kommunikation verändert lässt. Bei der regelmäßigen Beteiligung der Nutzer können positive Effekte entstehen. [1]

Eine negative Randerscheinung des Web 2.0 ist das Sammeln und die Vertreibung von Benutzerdaten. Derzeit sind keine Informationen bekannt über ihre Relevanz in der politischen Kommunikation. Das Bewusstsein des Wählers über die Weitergabe von Daten an Parteien oder Politiker birgt aber das Risiko der Spaltung und einer Distanzierung vom Web 2.0.

Abschließend lässt sich eine Großzahl an positiven Aspekten durch die neue Vielfältigkeit der politischen Kommunikation zusammenfassen. Auf der anderen Seite sind die Wählergruppen ähnlich stark gespalten wie vor dem Web 2.0 Einfluss durch neue Kommunikationsmöglichkeiten. Da ist es umso erstaunlicher, dass das Maß indem Politiker Wähler gewinnen und die Wähler Politiker beeinflussen ein noch unerforschtes Gebiet ist [2].

Literatur

1.Politik-Digital (2012): http://politik-digital.de/online-kommunikation-veraendert-die-politische-einstellung/; Stand: 31.12.2012
2. Spiegel (2012): http://www.spiegel.de/netzwelt/web/aktuelle-studie-parteipolitik-2-0-a-157961.html; Stand: 31.12.12
3. Barbara Pfetsch (2000): Politische Kommunikation in den USA und Deutschland, Electronic ed.: Bonn : FES Library, 2001

Kultur und Recht 2.0

Kulturelle Themen sind genauso vielfältig wie das Web 2.0 selbst. Dadurch bilden beide eine perfekte Symbiose in der die Methoden von Web 2.0 umgesetzt werden, um sämtliche Kulturformen zu verbreiten. Damit sind die Kulturformen Literatur, Musik, Architektur, Film oder Fotografie gemeint, die als ein Produkt oder Konsom von Kulturgütern gelten. Im Zusammenhang mit dem Web 2.0 ergeben sich hier in meinen Augen die interessanteste Simbiosen.

Besonders interessant ist die Erschaffung von neuen Strategien Inhalte der verschiedenen Kulturformen zu erstellen und zu verbreiten. Damit spiele ich auf die Library of Congress an, die als größte Bibliothek der Welt Fotostreams im Internet veröffentlicht, die Yale University, die die eigenen Sammlungen digitalisiert und als Gemeingut zur Verfügung stellt oder Filmprojekte, die durch Videoportale wie YouTube ermöglicht werden und große Bekanntheit erreichen. Der Trailer zum Film “Life in a Day” aus der Vorlesung  war dafür ein sehr gutes Beispiel gewesen.

Diese Beiträge zur Kultur im Web 2.0 werden ermöglicht durch das Crowd Sourcing. Ein Begriff, der im Unterricht vielseitig beleuchtet und erklärt wurde. Weiterhin habe ich eine wunderbar anschauliche Erklärung im folgenden Video entdeckt.

Weiterhin wird das Crowd Sourcing von weiteren Variationen begleitet, wie dem Crowd Performing, Wisdom, Voting, Creation und Funding entstehen viele der. Alle Formen begründen sich auf die Phänomene der kollektiven Intelligenz. Ich kann es nicht verheimlichen ein derartiges emergentes Verhalten ist spannend und offensichtlich nur mittels Theorien erklärbar.

Weiterhin sind die neuen Plattformen und Möglichkeiten Kultur zu entdecken faszinierend. Das bestätigt ebenfallsder rasante Aufstieg von YouTube und den gigantischen Viewerzahlen. Eines dieser Videos auf YouTube hat mir in letzter Zeit besonders gut gefallen. Die Erstellung des Videos und die gezeigte Story verknüpft meiner Meinung nach verschiedene Formen der Kollboration zusammen mit der Nutzung von neuen Web 2.0 Tools.

Abschließend möchte ich ohne darauf näher einzugehen darauf verweisen, dass alle neuen Dinge häufig auch Probleme mit sich bringen, was in diesem Fall das Urheberrecht und Nutzungsrecht betrifft. Durch neue Formen der Veröffentlichung entstehen auch neue Formen des Nutzungsrechts. Dennoch möchte ich festhalten, dass Kultur 2.0 eine sehr wunderbare Entwicklung ist. Hier findet das globale Netzwerk des Web 2.0 einen idealen Partner.

Wissen und Kollaboration

Wissen und Kollaboration sind für mich zwei Begriffe, die allein eine gute Beschreibung für Web 2.0 abliefern, damit aber sicherlich nicht vollständig ist. Dabei ist für mich die Kollaboration ein Grundgedanke von Web 2.0 und wird häufig verwendet um Wissen zu verbreiten und zu veröffentlichen.

Da ich mich erst jetzt wissentlich mit Web 2.0 auseinandersetze finde ich es interessant wie groß der Einfluss von Web 2.0 auf unsere Generation ist. Allein mit der Nutzung von Wikipedia greift man ein in die Welt von Web 2.0. Daran lässt sich erkennen wie einfach und selbstverständlich die Kollaboration von Wissen heutzutage ist. Mit wenig clicks können Informationen entdeckt werden, die früher nicht einmal im Brockhaus standen. Genauso einfach ist es sich heute selber im Web 2.0 zu verwirklichen. Sei es ein neuer Eintrag in Wikipedia, ein Blog, um mit Gleichgesinnten Wissen auszuztaschen oder nur ein tweet.

Bei aller Begeisterung und den ganzen neuen Methoden unsere technologischen Möglichkeiten einzusetzen, finde ich kann das Web 2.0 auch zur “Spaltung” führen. Auch ohne die persönliche Erfahrung denke ich ist die Beteiligung am Web 2.0 heute nur mit einem Internetzugang möglich und damit nicht für jederman machbar. Weiterhin kann meiner Meinung das Web nicht alle Menschen dieser Welt vereinigen. Ich denke durch das Web 2.0 wird es eher ermöglicht, dass gleichgesinnte besser zueinander finden und sich damit automatisch von anderen Gruppen abtrennen.

Ähnliche Gedanken kamen bei mir auf als wir im Unterricht auf verschiedene Statistiken schauten. Dass es beispielsweise bei Wikipedia einen riesigen Unterschied zwischen männlicher und weiblicher Beteiligung gibt, empfinde ich auf das Web 2.0 bezogen als einen Rückschritt. Wo ist da die Kollaboration zwischen den Geschlechtern?

Einen letzten Gedanken möchte ich teilen, der die Perspektiven auf das Wissensmanagement betrifft. Hier wird zwischen Kybernetischen und Systemischen Ansatz unterschieden. Im Gegensatz zum Kybernetischen – genau geplant und mit einer klaren Hierachie – liegt dem Web 2.0 der systematische Ansatz zu Grunde. Dennoch ist es auffällig, wie die Beteiligung an Wikipedia mit einer 90-9-1 Regel beschrieben werden kann und dabei ebenfalls eine Hierachie der Beteiligung entsteht, auch wenn die Methoden des Web 2.0 angewendet werden.